Methodik der reBAP-Ermittlung

Das Tarifsystem für den Bilanzausgleich eines Bilanzkreisverantwortlichen (BKV) ist ein einfaches Preissystem mit folgenden Merkmalen:

  • Die Ausgleichsenergie-Preise für den Ausgleich der Bilanzkreisabweichungen werden auf ¼-Stunden-Basis berechnet. Seit 01.06.2010 gibt es deutschlandweit einen einheitlichen Ausgleichsenergiepreis (reBAP).
  • Die Ausgleichsenergie-Preise werden grundsätzlich aus den Zahlungen oder Einnahmen des ÜNB für die eingesetzte Regelenergie (Sekundär- und Minutenreservearbeit) ermittelt.
  • Symmetrischer Preis pro ¼ Stunde, d.h. kein Preis-Spread zwischen positiven und negativen Bilanzkreisabweichungen.
  • Aufgrund der Einführung negativer Arbeitspreise für Minutenreserve- und Sekundärregelleistung kann auch der Ausgleichsenergiepreis negativ sein und damit beispielsweise auch für überdeckte Bilanzkreise zu Kosten führen.

Die deutschen Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) setzen den Beschluss der Bundesnetzagentur (BNetzA) zur Weiterentwicklung des Ausgleichsenergiepreis-Abrechnungssystems (BK6-12-024) ab dem 01.12.2012 um. Wesentliche Änderung zum bestehenden System ist die Kopplung des reBAP an den Börsenpreis und dass im Falle des Überschreitens von 80% der in Deutschland kontrahierten Regelleistung in Abhängigkeit vom Vorzeichen des Saldos der eingesetzten Regelarbeit entweder ein Zuschlag oder ein Abschlag auf den AEP angewendet wird.

Informationen

Den Beschluss der BNetzA finden Sie hier:

Die detaillierte Berechnungsmethodik des regelzonenübergreifenden einheitlichen Bilanzausgleichsenergiepreises (reBAP) ist durch die ÜNB gemäß dem Beschluss der BNetzA im folgenden Dokument veröffentlicht:

Hier gelangen Sie zum Datencenter, wo die Ausgleichsenergiepreise (reBAP) heruntergeladen werden können.