Methodik der reBAP-Ermittlung

Der regelzonenübergreifende einheitliche Bilanzausgleichsenergiepreis (reBAP) wird für die Abrechnung von Bilanzungleichgewichten der Bilanzkreisverantwortlichen (BKV) genutzt. Neben seiner Funktion als Abrechnungspreis kommt dem reBAP eine fundamentale Funktion im deutschen Energiemarkt zu. Er soll die richtigen Anreize setzen, damit BKV offene Positionen im Handel schließen, bevor die ÜNB sie mit dem Einsatz von Regelenergie ausgleichen müssen. Das sorgt für liquide Märkte und eine effiziente Allokation von Erzeugung und Verbrauch.

Deshalb entwickeln die ÜNB den reBAP, im Rahmen der Guideline on Electricity Balancing (EB GL) sowie den Festlegungen der Bundesnetzagentur (BNetzA), weiter und bringen die Europäische Regulierung in Einklang mit der besonderen Bedeutung des reBAP für den deutschen Energiemarkt.

Der reBAP

  • ist ein symmetrischer, viertelstündlicher Preis
  • kann positiv und negativ sein,
  • basiert auf den Kosten der eingesetzten Regelenergie und
  • ergänzt diese um weitere Komponenten, die die Anreizfunktion sicherstellen.